Ehrenwürdige Maria (F.s.m.I)

بسم الله الرحمان الرحيم

فَتَقَبَّلَهَا رَبُّهَا بِقَبُولٍ حَسَنٍ وَاَنْبَتَهَا نَبَاتًا حَسَنًاۙ وَكَفَّلَهَا زَكَرِيَّاۜ كُلَّمَا دَخَلَ عَلَيْهَا زَكَرِيَّا الْمِحْرَابَۙ
وَجَدَ عِنْدَهَا رِزْقًاۚ قَالَ يَا مَرْيَمُ اَنّٰى لَكِ هٰذَاۜ قَالَتْ هُوَ مِنْ عِنْدِ اللّٰهِۜ اِنَّ اللّٰهَ يَرْزُقُ مَنْ يَشَٓاءُ بِغَيْرِ حِسَابٍ

„(Als Lohn für die Aufrichtigkeit und die reine Absicht ihrer Mutter, als sie ihr Kind Gott gelobte) nahm ihr Herr sie auf das Gnädigste an und ließ sie auf das Schönste heranwachsen, und Er vertraute sie der Obhut von Zacharias an. Jedes Mal, wenn Zacharias in ihre Gebetskammer trat, fand er bei ihr Nahrung. “O Maria”, fragte er, “woher bekommst du dies?” “Es ist von Gott”, antwortete sie, “denn Gott versorgt, wen immer Er will, ohne zu rechnen.” Sure 3 Vers 37)

Ehrenwerte Muslime und Musliminnen!
Die ehrenwertige Maria (F.s.m.I) stammt nicht nur aus einem gesegneten Stammbaum, ebenso war sie eine besondere Dienerin Gottes. Die Mutter von Maria (F.s.m.I) Hanna bekam kein Kind. Sie versprach Gott ihr Kind Ihm und dem Tempel zu widmen, sollte sie eines bekommen. Schließlich wurde sie mit einem Kind beschert. Im Koran wird dies folgendermaßen erläutert es folgendermaßen:

„Und als sie es zur Welt gebracht hatte, sagte sie: “Mein Herr, wahrlich, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht.” Und Gott wusste am besten, was sie zur Welt gebracht hatte, (deshalb brauchte sie nicht traurig sein, denn) der Knabe (den sie erwartete) konnte nicht gleich (dem) Mädchen sein (das Wir ihr zuteil werden ließen und dem Wir die größte Ehre und Gunstbezeugung gewähren sollten). – “Ich habe ihr den Namen Maria gegeben, und ich erbitte für sie und ihre Nachkommen Deinen Schutz vor Satan, dem auf ewig aus Gottes Barmherzigkeit Verworfenen.” (Sure 3, Vers 36)

Der Grund warum sie einen Jungen wollte lag darin, dass Mädchen dem Tempel damals nicht geweiht werden durfte. Hier sticht die Hingabe Hannas zu Gott. Ein schwieriges Versprechen was gegeben wurde, ein lang ersehntes Kind, dann die Einweihung in den Tempel, obwohl es gegen das gängige Recht war. Gott erhört jedes Bittgebet, aber Er antwortet auf verschiedene Art und Weise, je nachdem was für den Diener am besten ist. Die Rabbiner, unter ihnen Zacharias, nahmen diese Weihe mit Freude an, weil Maria (F.s.m.I) die Tochter ihres Meisters Joachim (Imran) war. Der Prophet Zacharias (F.s.m.i) war sofort bereit, das Mädchen in seine Obhut zu nehmen, weil er mit der Tante des neugeborenen Mädchens verheiratet war. Zu dieser Zeit war Zacharias Oberrabbiner und der Prophet aller Israeliten, anstelle von Joachim (Imran). Maria (F.s.m.I) wurde im Haus ihrer Tante großgezogen und im Tempel von den besten und rechtschaffenen Rabbinern, u. a. dem Propheten Zacharias, unterrichtet. So ließ Gott sie auf das Schönste heranwachsen.

Als Maria (F.s.m.I) aber das Alter der Pubertät erreichte, baute Zacharias (F.s.m.I) für sie eine Gebetskammer im Tempel, deren Tür nur über eine Leiter erreicht werden konnte. Er versorgte sie mit Essen und Trinken sowie mit Öl, allerdings war er jedes Mal überrascht von den Früchten, die er bei Maria (F.s.m.I) vorfand. Der Grund seines Erstaunens lag darin, dass Maria (F.s.m.I) im Winter Sommerfrüchte und im Sommer Winterfrüchte bei sich hatte. Wie konnte das sein? Sie antwortete, dass die Quelle dieser Früchte der Schöpfer aller Dinge sei. Das war das Zeichen für Zacharias (F.s.m.I), dass Maria (F.s.m.I) nun spirituell als eine Gottesfreundin (welīye) herangewachsen war.

Ehrenwerte Gläubige! Seit im Klaren über den hohen Stellenwert Marias (F.s.m.I). Lasst uns versuchen uns Gott zuzuwidmen, so wie sie im Tempel, oder als sie die frohe Botschaft erhalten hat.

Eines Tages erschien ihr der Geist der Heiligkeit. Dieser Geist wird überwiegend als Erzengel Gabriel durch die Koranexegeten identifiziert. In den Koranversen wird der Geist Gott zugeschrieben, ähnlich wie bei ʿabdenā (unser Diener), amrunā (unser Anliegen) oder rūḥanā (unser Geist). Somit ist dieser Geist nicht identisch mit Gott. Er ist der heiligste und höchste Geist, der allen beseelten Dingen ihre jeweilige Seele einhauchte; er ist kein Engel.

Dieser Geist gab ihr die Freudenbotschaft eines Sohnes, ohne dass ein Mann Sie berührte. Stellt euch eine Frau vor, die sich und ihr Leben dem Tempel gewidmet hat, den Dienst an Gott gewidmet hat. Sie ist die Ausnahme der gängigen Rechtsprechung, nun wird sie sich mit einem Baby in der Wiege zu ihrem Volk begeben. In diesem Zusammenhang wünscht sie sich den Tod, oder in Vergessenheit geraten zu sein. Diese Gedanken schildert uns der Koran folgendermaßen:

فَاَجَٓاءَهَا الْمَخَاضُ اِلٰى جِذْعِ النَّخْلَةِۚ قَالَتْ يَا لَيْتَن۪ي مِتُّ قَبْلَ هٰذَا وَكُنْتُ نَسْيًا مَنْسِيًّا

„Und die Geburtswehen trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sagte: “O wehe mir! Wäre ich doch zuvor bereits gestorben und ganz und gar in Vergessenheit geraten!”
(Sure 19 Vers 33)

In diesem Moment wird Maria (F.s.m.I) getröstet entweder durch den Geist, oder durch den neugeborenen Jesus (F.s.m.I). Das Baby wird für sich sprechen, nachdem sie zum Volk zurückgekehrt ist. Sie machte ihrem Volk beim Tempel mit den Gesten deutlich, dass sie ein Schweigefasten bei Gott dem Allerbarmer gelobt habe, weshalb sie mit ihnen nicht sprechen dürfe, aber sie sollten mit dem Baby sprechen. So fing das Baby (Jesus F.s.m.I) auf wundersame Art zu sprechen und erzählte von seinem zukünftigen Auftrag.

Möge Gott uns in schwierigen Zeiten beistehen, sowie Maria (F.s.m.I). Mögen unsere Gottesdienste und unsere Hingabe zu Gott, wie der die Maria (F.s.m.I) sein. 

Amin!

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